Discussion:
Lindenbäumchen, pflanzen und Pflege?
(zu alt für eine Antwort)
a***@gmx.de
2006-04-11 09:07:28 UTC
Permalink
Hallo,

Möchte ein Lindenbäumchen (2,5m hoch) in einen Pflanzkübel o.ä.
einpflanzen. Hätte zum Pflanzen und Pflegen einige Fragen:

- wie groß sollte der Pflanzkübel mindestens sein. Die Wurzeln haben
einen Durchmeser von ca. 45cm und 30cm Höhe.
- was ist beim Einpflanzen zu beachten?
- welche Erde ist am Besten?
- welcher Dünger sollte wann und wie oft gegeben werden?
- wieviel Wasser?
- weitere Hinweise?

Bedanke mich für jeden Beitrag.

Andreas Isenböck
Gerhard Zahn
2006-04-11 09:57:26 UTC
Permalink
Am 11 Apr 2006 02:07:28 -0700 schrieb ***@gmx.de:

Hallo,
Post by a***@gmx.de
Möchte ein Lindenbäumchen (2,5m hoch) in einen Pflanzkübel o.ä.
einpflanzen.
muss das sein?
Post by a***@gmx.de
- wie groß sollte der Pflanzkübel mindestens sein. Die Wurzeln haben
einen Durchmeser von ca. 45cm und 30cm Höhe.
- was ist beim Einpflanzen zu beachten?
- welche Erde ist am Besten?
- welcher Dünger sollte wann und wie oft gegeben werden?
- wieviel Wasser?
- weitere Hinweise?
Bedanke mich für jeden Beitrag.
hm, also die Winterlinde z.B. sollte eigentlich ein prächtiger
Großbaum werden, bis 15 breit und bis 25 hoch und bis 1000 Jahre alt.

Dünger braucht sie keinen und hundsordinäre Erde reicht ihr aus,
stattliche Größe zu erreichen.

Ich denke mal, dass eine Linde auf längere Sicht für jeglichen Kübel
reichlich ungeeignet ist.


Beste Grüße G e r h a r d
Kathinka Wenz
2006-04-11 10:39:55 UTC
Permalink
Post by Gerhard Zahn
hm, also die Winterlinde z.B. sollte eigentlich ein prächtiger
Großbaum werden, bis 15 breit und bis 25 hoch und bis 1000 Jahre alt.
Dünger braucht sie keinen und hundsordinäre Erde reicht ihr aus,
stattliche Größe zu erreichen.
Ich denke mal, dass eine Linde auf längere Sicht für jeglichen Kübel
reichlich ungeeignet ist.
Warum? Es gibt genügend Großbäume, die Bonsai-geeignet sind, warum
sollte ausgerechnet eine Linde nicht dazugehören? Das wird halt ein
recht großer Bonsai, und der ist wesentlich pflegeleichter als ein
kleiner.

Zu beachten ist dabei haupsächlich, dass die Pflanzen gut
schnittverträglich sein müssen und dass sie natürlich - im Gegensatz zu
den ausgepflantzen Exemplaren - permanent Pflege brauchen. Also
regelmäßig Wasser, ab und an Dünger und im Winter einen geeigneten
Schutz um den Kübeln, damit er nicht durchfriert. Dann spricht aber
meines Erachtens nach nichts dagegen, einen Baum im Kübel zu halten.

Ich würde den Kübel mindestens doppelt so groß wie der Ballen jetzt ist,
wählen, er muss sehr schwer sein, damit er nicht umfällt und als Erde
würde ich normale Blumenerde aus der Tüte nehmen.

Es gibt kein Gesetz, dass nur frostempfindliche Pflanzen in Kübelhaltung
erlaubt sind. Und es gibt viele Gründe, auch andere Pflanzen in Kübeln
zu kultivieren. Ob diese Gründe gut sind, muss jeder für sich selber
entscheiden.

Gruß, Kathinka
W.Herrmann
2006-04-11 11:00:46 UTC
Permalink
Post by a***@gmx.de
Hallo,
Möchte ein Lindenbäumchen (2,5m hoch) in einen Pflanzkübel o.ä.
- wie groß sollte der Pflanzkübel mindestens sein. Die Wurzeln haben
einen Durchmeser von ca. 45cm und 30cm Höhe.
- was ist beim Einpflanzen zu beachten?
- welche Erde ist am Besten?
- welcher Dünger sollte wann und wie oft gegeben werden?
- wieviel Wasser?
- weitere Hinweise?
Ich habe einen, der ist ca 1,50 hoch und steht in einem 50cm Kübel.
Wird als "Bonsai" geschnitten. Und bei Deiner Größe müßtest du das auch
tun, der Zuwachs kann beträchtlich ausfallen. Die Anleitungen dafür
gibt es auf den Bonsai-Seiten. Als Pflanzgefäß würde ich einen
Mörtelkübel 60 cm verwenden. Wasserabzugslöcher vorher bohren. Linde
kommt gut mit magerer Sanderde klar und braucht nur ganz wenig Düngung.
Bei Wassermangel werden die Blätter schlapp - wird aber auch gut
ausgehalten. Wurzeln vor dem Einpflanzen schön glatt abschneiden und
die Wundstellen mit Holzkohlenstaub einpudern.

Gruß Walter
a***@gmx.de
2006-04-11 21:36:30 UTC
Permalink
Hallo Walter,

die Linde soll auf 2,5 bis 3m Größe gehalten werden. Standort ist
eine Dachterrasse in Berlin. Ich möchte die Linde u.a. als
Schattenspender statt einem Sonnenschirm verwenden. Die Krone soll im
Durchmesser ca. 2m sein. Bin auf der Suche nach einem geeigneten und
schönen Sandsteinkübel (d=50-60, h=40) Was nimmst Du für Dünger?
Vieleicht sollte man eine Bodenprobe machen lassen und die fehlenden
Substanzen zuführen um optimales Wachstum zu gewährleisten? Wurzeln
schön glatt abschneiden? Hab das Bäumchen ausgegraben und die Erde
mitgenommen. Die Wurzeln habe ich gelassen, da der Durchmesser knapp
50cm betrug. Vieleicht sollte man jeweils im Frühjahr die Krone und
die Wurzeln des Baumes beschneiden.Damit habe ich jedoch noch keine
Erfahrung. Ich hoffe halt daß ich keinen Fehler dabei mache und werde
mich deshalb so gut es geht vorher informieren. Wie ist die Internet
Adresse der von Dir beschriebenen "Bonsai-Seiten"?

Danke Dir.
Andreas
Kathinka Wenz
2006-04-12 16:51:15 UTC
Permalink
***@gmx.de wrote:

Es ist hier üblich und gilt als höflich, seinen vollen Namen anzugeben.
Es wäre sehr nett von dir, wenn du ihn auch im From eintragen könntest.
Ich persönlich z.B. weiß gerne, mit wem ich rede.
Post by a***@gmx.de
Ich möchte die Linde u.a. als
Schattenspender statt einem Sonnenschirm verwenden.
Uh, Linden ziehen Läuse wie ein Magnet an. Das schadet den Bäumen
offensichtlich nicht, aber sie fangen irgendwann im Sommer an, klebrigen
Saft zu tropfen. Welcher Autofahrer hat noch nie im Sommer unter einer
Linde geparkt und hinterher über den zäh-klebrigen Saft geflucht.

Zum Druntersitzen ist eine Linde also weniger geeignet.
Post by a***@gmx.de
Vieleicht sollte man jeweils im Frühjahr die Krone und
die Wurzeln des Baumes beschneiden.
Umtopfen im Frühjahr ist optimal, aber ob du das wirklich jedes HJahr
machen willst? Das ist bei so großen Töpfen eine Schweinearbeit.
Post by a***@gmx.de
Wie ist die Internet
Adresse der von Dir beschriebenen "Bonsai-Seiten"?
Mit wem redest du eigentlich? Du hast auf dein eigenes Posting
geantwortet.

Gruß, Kathinka
--
Engelstrompeten --> http://www.rrr.de/~kathinka/garten/engelstrompeten.htm
Blühsträucher --> http://www.rrr.de/~kathinka/garten/straeucher/straeucher.htm
Ina Koys
2006-04-11 14:52:37 UTC
Permalink
Post by a***@gmx.de
Möchte ein Lindenbäumchen (2,5m hoch) in einen Pflanzkübel o.ä.
- wie groß sollte der Pflanzkübel mindestens sein. Die Wurzeln haben
einen Durchmeser von ca. 45cm und 30cm Höhe.
- was ist beim Einpflanzen zu beachten?
- welche Erde ist am Besten?
- welcher Dünger sollte wann und wie oft gegeben werden?
- wieviel Wasser?
- weitere Hinweise?
Ich persönlich habe bei Bonsai immer den Verdacht, dass, wer Bäume
quält, auch gern Menschen quälen würde, wenn er könnte. Ist aber mein
persönliches Vorurteil, das mit der Realität nichts zu tun haben muss.

Sicher ist aber, dass man den Baum nicht fest an seinen Pfahl binden
darf. Das ist mit den Linden im Schlosspark Friedrichsfelde gemacht
worden. Vorher waren alle gerade - nach 3,4 Jahren waren alle krumm,
weil der Gurt die Stämme daran gehindert hatte, sich zu strecken.

Ina
--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
Kathinka Wenz
2006-04-11 16:17:10 UTC
Permalink
Post by Ina Koys
Ich persönlich habe bei Bonsai immer den Verdacht, dass, wer Bäume
quält, auch gern Menschen quälen würde, wenn er könnte. Ist aber mein
persönliches Vorurteil, das mit der Realität nichts zu tun haben muss.
Na hoffentlich. Zumindest ist mir meine Neigung, Menschen quälen zu
wollen, bisher noch nicht aufgefallen, aber einen Bonsai verhätschel ich
auch schon seit drei Jahren. ;-)

Andererseits verdankt er mir auch sein Leben, denn ohne mich wäre er der
Hacke des Nachbarn zum Opfer gefallen.

Lustigerweise entpuppte sich der Heinbuchensämling, der da zwischen den
Hainbuchen austrieb, zwei Jahre später als wunderschön rosa blühende
Koreakirsche. Die Blätter sehen der Hainbuche auch tatsächlich ähnlich,
so dass mir das vorher nicht aufgefallen ist.
Post by Ina Koys
Sicher ist aber, dass man den Baum nicht fest an seinen Pfahl binden
darf. Das ist mit den Linden im Schlosspark Friedrichsfelde gemacht
worden. Vorher waren alle gerade - nach 3,4 Jahren waren alle krumm,
weil der Gurt die Stämme daran gehindert hatte, sich zu strecken.
Hier sehen alle Linden vorne auf der Straße so aus, als hätten sie
Jahrelang eine Manschette getragen. Der Stamm ist bis auf zwei Meter
Höhe schlank, und wird dann schlagartig deutlich dicker. Ich muss das
mal bei Gelegenheit fotographieren.

Mit Linden scheint man echt viel machen zu können.

Gruß, Kathinka
--
Engelstrompeten --> http://www.rrr.de/~kathinka/garten/engelstrompeten.htm
Blühsträucher --> http://www.rrr.de/~kathinka/garten/straeucher/straeucher.htm
Ina Koys
2006-04-11 20:47:01 UTC
Permalink
Post by Kathinka Wenz
Hier sehen alle Linden vorne auf der Straße so aus, als hätten sie
Jahrelang eine Manschette getragen. Der Stamm ist bis auf zwei Meter
Höhe schlank, und wird dann schlagartig deutlich dicker. Ich muss das
mal bei Gelegenheit fotographieren.
Sowas sieht man öfter, ich weiß aber nicht, ob das immer bei Linden war.
Bisher habe ich immer angenommen, da wäre eine
Veredelungsunverträglichkeit - andererseits hab ich auch noch nie
gehört, dass einer Linden veredelt. Ich hab halt nie wirklich darüber
nachgedacht - kennt das Phänomen nicht noch vielleicht einer, der es
erklären kann?

Ina
--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
Ina Koys
2006-04-11 22:16:40 UTC
Permalink
Vermutlich
versuchen die noch relativ jungen Linden einfach die Kronenlast
aufzufangen und bilden deshalb die o.g. Verdickung, die wie eine
Veredelungsstelle aussieht.
Interessant. Danke!

Ina
--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
Kathinka Wenz
2006-04-12 05:51:48 UTC
Permalink
Linden bilden da besondere Verdickungen, wo z.B. statisch etwas
fragwürdige Äste wachsen. Sie sind eben besonders wüchsig und bilden
rasch Stützgewebe. Mit der Zeit sieht dann ein Lindenveteran recht urig
aus - besonders schön an alten Lindenalleen zu sehen. Vermutlich
versuchen die noch relativ jungen Linden einfach die Kronenlast
aufzufangen und bilden deshalb die o.g. Verdickung, die wie eine
Veredelungsstelle aussieht.
Das, was ich meine, sieht nicht wie eine Veredelungstelle aus, sondern
der Stamm wird einfach dicker. Das sieht auch nicht "urig" aus, sondern
einfach nur merkwürdig. Ich mach mal eine ASCII-Zeichnung:

\Krone/
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Wenn man nach Bildern von Linden googlet, findet man keine Fotos davon.
Hier z.B. sind schöne Linden-Allen:
http://www.naturschule.com/Natur-Borken/Linde/Linde.htm
Aber keine davon sieht auch nur annähernd aus wie unsere.

Wenn das Wetter heute Abend mitspielt, mache ich mal ein Foto davon.
Sonst am Wochenende.

Gruß, Kathinka
Kathinka Wenz
2006-04-12 07:55:45 UTC
Permalink
Siehst du die Verdickungen?
http://www.alte-baeume-erleben.de/seitenalleen/lindenalleeberghanmi.html
im 2. Bild, da wo die Kronen anfangen?
Ja, aber das meine ich nicht. Das ist immer am Kronenansatz, "meine"
Verdickungen sind tiefer, im Stamm. Es sieht wirklich so aus, als hätte
der Stamm jahrelang eine Manschette getragen, die den Stamm am
Dickenwachstum gehindert hat, und oberhalb der Manschette sind sie dann
normal weitergewachsen. Das passiert alles noch deutlich unterhalb der
Krone.

Es sind also keine Gnubbel, sondern ein schmaler glatter Stamm wird
sprungartig zu einem dicken glatten Stamm.

Gruß, Kathinka
Kathinka Wenz
2006-04-12 16:41:38 UTC
Permalink
Post by Kathinka Wenz
Es sind also keine Gnubbel, sondern ein schmaler glatter Stamm wird
sprungartig zu einem dicken glatten Stamm.
So, hier sind die versprochenen Bilder:

Zwei dieser "geschrumpelten" und eine normale Linde dazwischen:
Loading Image...

Hier ein zweites Beispiel, wo der Schnitt etwas höher ist:
Loading Image...

Und Linde 2 nochmal in ganz:
Loading Image...

Das ist kein natürliches Gnubbelwachstum, ganz sicher. Falls jemand
einen bessere Idee als meine "Manchetten-Theorie" hat, immer her damit.

Gruß, Kathinka
--
Engelstrompeten --> http://www.rrr.de/~kathinka/garten/engelstrompeten.htm
Blühsträucher --> http://www.rrr.de/~kathinka/garten/straeucher/straeucher.htm
Ina Koys
2006-04-12 17:32:58 UTC
Permalink
Post by Kathinka Wenz
http://ichbinnicht.gaby.de/linde1.jpg
Ich nehme mit dem Ausdruck größten Bedauerns meine Behauptung zurück,
dass ich das schon gesehen habe.

Ina
--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
clemens pongratz
2006-04-12 18:08:26 UTC
Permalink
Post by Kathinka Wenz
Das ist kein natürliches Gnubbelwachstum, ganz sicher. Falls jemand
einen bessere Idee als meine "Manchetten-Theorie" hat, immer her damit.
ich weiß es nicht sicher, aber manchmal werden manche Lindenarten
veredelt, da in der Vergangenheit einige, vor allem schmale und
kompakte, Kronenformen selektiert worden sind. Dann leiden manche
Lindenarten stark unter Frostplatten an den Stämmen und und und all
dies könnte man mit einer Veredelung in Kronenhöhe vermeiden. Dies
könnten also, ich drück mich gaanz vorsichtig aus, Veredelungsstellen
sein.

Deine Strangulierungsmöglichkeit könnte grundsätzlich ebenfalls
stimmen, allerdings sieht mir die Rinde oberhalb und unterhalb ganz
anders aus, es sieht aus als wäre eine ganz andere Pflanze
"aufgepfropft" worden.
--
Clemens Pongratz http://www.clemens-pongratz.homepage.t-online.de/
Dipl.Ing.agr. Familienforschung Pongratz -- Heimatforschung Kötzting
DPSG Pfadfinder Stamm Sinzing www.myfamily.com username probegast
password gast2004
Gerhard Zahn
2006-04-12 19:02:30 UTC
Permalink
Am Wed, 12 Apr 2006 18:41:38 +0200 schrieb Kathinka Wenz:

Hallo,
Post by Kathinka Wenz
http://ichbinnicht.gaby.de/linde3.jpg
Das ist kein natürliches Gnubbelwachstum, ganz sicher. Falls jemand
einen bessere Idee als meine "Manchetten-Theorie" hat, immer her damit.
na ja, eine schönere Demonstration von Veredelungsstelle kann man sich
fast nicht mehr vorstellen. So etwas entsteht, wenn unten etwas
schwachwüchsiges und oben etwas starkwüchsiges verwendet wurde.

Dass Linden bisweilen ganz oder teilweise veredelt werden, wußte ich
bisher auch nicht. Zum Schloßpark Reinhardsbrunn fand ich aber im Web:
"Besonders interessant ist in diesem Parkteil eine Linde, die sich in
4 m Höhe gabelt und deren eine Hälfte eine gewöhnliche Sommer- linde,
deren andere Hälfte dagegen zu einer schlitzblätterigen Linde veredelt
wurde."

Auch Toogood weist auf das mögliche Okulieren von Linden hin und er
erwähnt als Unterlagen Tilia cordata, T. x euchlora und in größerem
Umfang T.platyphyllos.

Beste Grüße G e r h a r d
Kathinka Wenz
2006-04-12 19:33:05 UTC
Permalink
Post by Gerhard Zahn
na ja, eine schönere Demonstration von Veredelungsstelle kann man sich
fast nicht mehr vorstellen. So etwas entsteht, wenn unten etwas
schwachwüchsiges und oben etwas starkwüchsiges verwendet wurde.
Hm. Aber warum sollte jemand banale Straßenlinden veredeln? Und dann
auch noch nur ein paar? Ich mein, auf dem ersten Bild sieht man ja schön
einen weiteren Baum dazwischen, der genauso alt ist, aber gleichmäßig
gewachsen...

So ganz überzeugt mich das noch nicht, obwohl ich zugegebn muss, dass es
die beste Erklärung ist. Ich werde morgen mal die Rinden genauer
untersuchen. Wenn sie tatsächlich unterschiedlich sind, sollte das der
Beweis für Veredelung sein.

Warum man aber in der Höhe veredelt, ist mir trotzdem ein Rätsel. Ich
kenne Veredelungsstellen nur entweder einen Handbreit über dem Boden
oder direkt unterhalb der Krone. Nicht so irgendwo auf halber Höhe...

Gruß, Kathinka
--
Engelstrompeten --> http://www.rrr.de/~kathinka/garten/engelstrompeten.htm
Blühsträucher --> http://www.rrr.de/~kathinka/garten/straeucher/straeucher.htm
Sabine Dem
2006-04-12 18:48:13 UTC
Permalink
Post by Kathinka Wenz
Hm. Aber warum sollte jemand banale Straßenlinden veredeln? Und dann
auch noch nur ein paar? Ich mein, auf dem ersten Bild sieht man ja schön
einen weiteren Baum dazwischen, der genauso alt ist, aber gleichmäßig
gewachsen...
Habt ihr ein Stadtgartenamt? Frag doch dort einmal nach.
--
Servus, Sabine

Meine Katzen, Katzenbalkon, Meerschweinchen, Käfigbau, Gastkatzen:
http://beasties.blaubeer.at
Kathinka Wenz
2006-04-13 14:27:46 UTC
Permalink
Post by Sabine Dem
Habt ihr ein Stadtgartenamt? Frag doch dort einmal nach.
Ein Grünflächenamt. Das habe ich mal wegen einer anderen Sache versucht
zu erreichen, da ist aber nie jemand ans Telefon gegangen.

Gruß, Kathinka
--
Engelstrompeten --> http://www.rrr.de/~kathinka/garten/engelstrompeten.htm
Blühsträucher --> http://www.rrr.de/~kathinka/garten/straeucher/straeucher.htm
Ina Koys
2006-04-12 20:04:01 UTC
Permalink
Post by Kathinka Wenz
Post by Gerhard Zahn
na ja, eine schönere Demonstration von Veredelungsstelle kann man sich
fast nicht mehr vorstellen. So etwas entsteht, wenn unten etwas
schwachwüchsiges und oben etwas starkwüchsiges verwendet wurde.
Hm. Aber warum sollte jemand banale Straßenlinden veredeln? Und dann
auch noch nur ein paar?
Vielleicht total banal: Sie waren einfach da und wurden genommen.
Vielleicht hat einer damit eine Gärtner-Gesellenprüfung abgelegt oder
eine Diplomarbeit geschrieben. Die Bäume existierten dann und konnten
entweder verkauft oder geschreddert werden. Man entschied sich für
Verkaufen.
Die Welt ist manchmal viel simpler, als man denkt.

Ina
--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
Gerhard Zahn
2006-04-13 11:07:08 UTC
Permalink
Am Wed, 12 Apr 2006 21:33:05 +0200 schrieb Kathinka Wenz:

Hallo,
Post by Kathinka Wenz
Post by Gerhard Zahn
na ja, eine schönere Demonstration von Veredelungsstelle kann man sich
fast nicht mehr vorstellen. So etwas entsteht, wenn unten etwas
schwachwüchsiges und oben etwas starkwüchsiges verwendet wurde.
Hm. Aber warum sollte jemand banale Straßenlinden veredeln? Und dann
auch noch nur ein paar? Ich mein, auf dem ersten Bild sieht man ja schön
einen weiteren Baum dazwischen, der genauso alt ist, aber gleichmäßig
gewachsen...
So ganz überzeugt mich das noch nicht, obwohl ich zugegebn muss, dass es
die beste Erklärung ist. Ich werde morgen mal die Rinden genauer
untersuchen. Wenn sie tatsächlich unterschiedlich sind, sollte das der
Beweis für Veredelung sein.
Post by Gerhard Zahn
http://ichbinnicht.gaby.de/linde1.jpg
es könnte bei einem Einzelexemplar aufgrund irgendwelcher Einflüsse
mal eine Verdickung vorkommen. Aber halt nur eine Verdickung und dann
wieder so weiter wie davor.

Die Bilder zeigen aber meines Erachtens nix weiter als eine Mischung
aus unveredelten und veredelten Linden. Denn dass es ab einem gewissen
Stammabschnitt gleich bei mehreren Linden verdickt weiter geht, das
kann ich nur mit Veredelung erklären.

Der Grund dafür kann von Test über Spielerei bis Spinnerei lauten.
Dein Stadtgartenamt könnte dir vielleicht einen Reim drauf machen.

Beste Grüße G e r h a r d
Kathinka Wenz
2006-04-13 14:31:08 UTC
Permalink
Post by Gerhard Zahn
Die Bilder zeigen aber meines Erachtens nix weiter als eine Mischung
aus unveredelten und veredelten Linden.
Zumindest bei einigen unterscheidet sich die Rinde auch tatsächlich. Ok,
du hast mich überzeugt.
Post by Gerhard Zahn
Der Grund dafür kann von Test über Spielerei bis Spinnerei lauten.
Dein Stadtgartenamt könnte dir vielleicht einen Reim drauf machen.
Ich habe gerade eine Emailadresse vom Grünflächenamt gefunden, ich werde
ihnen mal schreiben. Falls ich eine Antwort bekomme, werde ich hier
natürlich berichten.

Gruß, Kathinka
--
Engelstrompeten --> http://www.rrr.de/~kathinka/garten/engelstrompeten.htm
Blühsträucher --> http://www.rrr.de/~kathinka/garten/straeucher/straeucher.htm
Konrad Wilhelm
2006-04-12 09:23:56 UTC
Permalink
On Wed, 12 Apr 2006 09:42:29 +0200, Karla Baumann
Hi,
..
Post by Kathinka Wenz
Das, was ich meine, sieht nicht wie eine Veredelungstelle aus, sondern
der Stamm wird einfach dicker. Das sieht auch nicht "urig" aus, sondern
..
hier mal Ansichten einer Lindenallee in Hannover Herrenhausen,
Die Wiederbepflanzung dieser Allee ist ein Paradebeispiel, wie man es
gut machen kann.

Die alte Allee war durch Öl und Bodenverdichtung durch britische
Panzer, die dort lange stationiert waren stark geschädigt.

Da hat man sich entschieden, nicht einzelne geschädigte Bäume
auszutauschen sondern Nägel mit Köpfen zu machen: Auswahl einer
geeigneten Rasse, Zucht vom Sämling an bis pflanzbare Bäume da waren.
Dann völlige Abholzung, völliger Bodenaustausch und Neupflanzung. Eine
Maßnahme geplant über Jahrzehnte. Der Erfolg ist klar zu erkennen.
Ob heute so ein Projekt für den langen Atem noch möglich wäre?

k.
--
Konrad Wilhelm <***@web.de>
Südstr. 3, D48329 Havixbeck
Konrad Wilhelm
2006-04-12 07:33:18 UTC
Permalink
Post by Ina Koys
Post by Kathinka Wenz
Hier sehen alle Linden vorne auf der Straße so aus, als hätten sie
Jahrelang eine Manschette getragen. Der Stamm ist bis auf zwei Meter
Höhe schlank, und wird dann schlagartig deutlich dicker. Ich muss das
mal bei Gelegenheit fotographieren.
Sowas sieht man öfter, ich weiß aber nicht, ob das immer bei Linden war.
Bisher habe ich immer angenommen, da wäre eine
Veredelungsunverträglichkeit - andererseits hab ich auch noch nie
gehört, dass einer Linden veredelt. Ich hab halt nie wirklich darüber
nachgedacht - kennt das Phänomen nicht noch vielleicht einer, der es
erklären kann?
Ich denke das kommt zustande, wenn der Stamm nach und nach
freigeschnitten wird.

k.
--
Konrad Wilhelm <***@web.de>
Südstr. 3, D48329 Havixbeck
a***@gmx.de
2006-04-11 21:40:08 UTC
Permalink
Hallo Ina,

ja, ich habe auch schon Menschen verletzt.

Andreas
Ina Koys
2006-04-11 22:17:37 UTC
Permalink
Post by a***@gmx.de
ja, ich habe auch schon Menschen verletzt.
Siehste! Wustich doch...

Ina
--
Eine wirkliche Frage zu stellen, heißt dem Sturmwind die Tür zu öffnen -
die Antwort kann den Frager vernichten und die Frage selbst - Anne Rice
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